GSB 7.0 Standardlösung

Funkstandorte

Nachfolgend erhalten Sie Informationen über Grenzwerte von Funkstandorten / Basisstationen.

Die Sendeleistung von Basisstationen des BOS-Digitalfunknetzes ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Bei der häufigsten Antennenkonfiguration beträgt sie 42 dBm (16 W).

Generell gilt: Je weiter die Entfernung zur Quelle, das heißt zu einer Basisstation des BOS Digitalfunks, desto niedriger ist die Intensität des Signals. In doppelter Entfernung ist nur noch maximal ein Viertel der Ausgangssendeleistung vorhanden, in zehnfacher Entfernung nur noch maximal ein Hundertstel. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Basisstationen auch dort errichtet werden, wo die Hilfe von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei überwiegend benötigt wird: innerhalb von Ortschaften.

Alle Basisstationen von ortsfesten Funkanlagen benötigen jedoch eine Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur. In dieser Standortbescheinigung legt die Bundesnetzagentur unter Berücksichtigung des geltenden Grenzwertes den standortbezogenen Sicherheitsabstand fest, in dem sich Menschen dauerhaft oder vorübergehend aufhalten können.

Bei der Standortbetrachtung zieht die Bundesnetzagentur auch andere Sendeanlagen, etwa benachbarte Rundfunksender oder Mobilfunkanlagen, in die Prüfung mit ein. Vor der Ausstellung einer Standortbescheinigung steht also immer eine Gesamtbetrachtung des Standortes. Zudem rechnet die Bundesnetzagentur einen standortspezifischen Umweltfaktor mit ein und berücksichtigt damit das elektromagnetische Umfeld. Wenn die örtlichen Gegebenheiten die Einhaltung des Grenzwertes nicht ermöglichen, erteilt die Bundesnetzagentur keine Standortbescheinigung.

Bei jeder Änderung von funktechnischen Parametern an der Basisstation prüft die Bundesnetzagentur den Standort erneut. Auch Standorte, die bereits eine Standortbescheinigung von der Bundesnetzagentur erhalten haben, werden auf Einhaltung der vorgegebenen Parameter in unregelmäßigen Abständen und ohne Vorankündigung vor Ort überprüft.

Die Bundesnetzagentur hat zudem an mehreren typischen Standorten des Digitalfunks BOS, unter anderem in Potsdam, automatische Messsysteme (AMS) in Betrieb genommen. Ein AMS misst die örtlichen Immissionen von Funkanlagen und bezieht dabei auch umliegende Sendeanlagen, etwa andere Mobilfunkanlagen, mit ein. Diese Messergebnisse werden dabei ins Verhältnis zu den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten gesetzt. Die Messergebnisse zeigen, dass die Grenzwerte an Basisstationen des BOS-Digitalfunknetzes um ein Vielfaches unterschritten werden.

Die Messergebnisse können in der EMF-Datenbank der Bundesnetzagentur im Internet eingesehen werden: http://emf3.bundesnetzagentur.de/karte

Grenzwerte

Zum Schutz von Personen vor elektromagnetischen Feldern hat der Gesetzgeber eine Reihe von Regelungen erlassen. Die Grundlage für diese Regelungen sind Grenzwerte, die auf internationalen und nationalen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen basieren.

Die Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (International Commission on Non-Ionizing Radiation Protecion - ICNIRP) hat einen Basisgrenzwert für die Allgemeinbevölkerung empfohlen.
Dieser Basisgrenzwert liegt um das 50fache unterhalb der eigentlichen Wirkschwelle. Mit dem weit unterhalb der Wirkungsschwelle liegenden Grenzwert will die unabhängige Kommission von Wissenschaftlern den Schutz von empfindlichen Menschen, wie Kranke, Kindern und Schwangere, sicherstellen.

Die Basisgrenzwerte wurden aus Praktikabilitätsgründen in leicht zu ermittelnde Grenzwerte überführt. Diese sind in der 26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (26. BImSchV) verankert
Die Grenzwerte der 26. BImSchV beruhen im Ergebnis auf Empfehlungen durch nationale und internationale Gremien, wie die ICNIRP, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und den Rat der Europäischen Gemeinschaften. Die Risikobewertung wurde auf der Grundlage verschiedener wissenschaftlicher Studien vorgenommen.

Grenzwertüberprüfungen durch die nationale Strahlenschutzkommission (SSK) erfolgten im Jahr 2001 sowie im Zeitraum von 2002 bis 2008 im Rahmen des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms. Das Ergebnis: Es liegen keine Hinweise vor, die eine Revision der aktuellen Grenzwerte erfordern würden.

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