GSB 7.0 Standardlösung

Zertifizierung von Prüfstellen

Als Prüfstelle im Bereich “Durchführung von Interoperabilitätsprüfungen für Funkgeräte im Digitalfunk BOS“ und “Durchführung von Interoperabilitätsprüfungen für Leitstellen im Digitalfunk BOS“ können sich interessierte Unternehmen zertifizieren lassen.

Als Prüfstellen kommen Unternehmen in Betracht, die über die notwendige Kompetenz, Unabhängigkeit und Objektivität verfügen, um Interoperabilitätsprüfungen der für den Digitalfunk BOS vorgesehenen Endgeräte in geordneter und nachvollziehbarer Weise durchzuführen.

Die Prüfstellen müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Einhaltung der einschlägigen Norm DIN EN ISO/IEC 17025:2005

Für den Bereich Durchführung von Interoperabilitätsprüfungen für Funkgeräte im Digitalfunk BOS:

  • Erfahrungen mit bestehenden Systemen und Richtlinien des nichtöffentlichen beweglichen Landfunkdienstes BOS (nöbl/nöml, BOS-Funkrichtlinie),
  • ETSI-Mobilfunkstandard TETRA und real existierende TETRA-Funksysteme,
  • Bündelfunk, GSM und DECT als artverwandte Funktechnologien,
  • Kompetenzen und langjährige Erfahrungen im Testen von Protokollen an Telekommunikationssystemen, insbesondere Funksystemen,
  • Kompetenzen und langjährige Erfahrungen im Betreiben von Interoperabilitätsplattformen, deren Wartung und Nutzung im Rahmen von Zertifizierungstests,
  • Kompetenzen und langjährige Erfahrungen in angrenzenden Bereichen wie

    • Elektromagnetische Verträglichkeit (Electro-Magnetic Compatibility),
    • Elektrische Sicherheit (Electrical Safety),
    • Gesundheit (Health) und
    • Gebrauchstauglichkeit (Usability) zur Bewertung von potentiellen Schwachstellen und Risiken
  • Erfahrung mit Anwendungen, die kryptographische Funktionen nutzen (speziell: TETRA-Funkschnittstellenverschlüsselung und Authentifizierungsverfahren, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Schlüsselmanagementsysteme),
  • Erfahrungen in der Entwicklung und im Aufbau von Testumgebungen und
  • Erfahrungen in der Validierung von Testspezifikationen und Testumgebungen.

Für den Bereich Durchführung von Interoperabilitätsprüfungen für Leitstellen im Digitalfunk BOS:

  • Kenntnisse und Erfahrungen mit BOS-Leitstellentechnik und -systemen,
  • Kompetenzen und langjährige Erfahrungen im Testen von Protokollen an Telekommunikationssystemen, insbesondere Funksystemen,
  • Kompetenzen und langjährige Erfahrungen im Betreiben von Interoperabilitätsplattformen, deren Wartung und Nutzung im Rahmen von Zertifizierungstests,
  • Kompetenzen und langjährige Erfahrungen in angrenzenden Bereichen wie

    • Elektromagnetische Verträglichkeit (Electro-Magnetic Compatibility),
    • Elektrische Sicherheit (Electrical Safety),
    • Gesundheit (Health) und
    • Gebrauchstauglichkeit (Usability) zur Bewertung von potentiellen Schwachstellen und Risiken,

  • Erfahrung mit Anwendungen, die kryptographische Funktionen nutzen (speziell: TETRA-Funkschnittstellenverschlüsselung und Authentifizierungsverfahren, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Schlüsselmanagementsysteme),
  • Erfahrungen in der Entwicklung und im Aufbau von Testumgebungen und
  • Erfahrungen in der Validierung von Testspezifikationen und Testumgebungen.

Des Weiteren muss ein Unternehmen, das als Prüfstelle für die Durchführung von Interoperabilitätsprüfungen im Digitalfunk BOS tätig werden will, Bereitschaft zeigen, sich in die Geheimschutzbetreuung des Bundesministeriums für Wirtschaft aufnehmen zu lassen oder sich bereits in dieser befinden.


Zuständigkeit für die Zertifizierung von Prüfstellen

Der Nachweis, dass die vorstehenden genannten Anforderungen erfüllt werden, kann durch eine Zertifizierung beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geführt werden.

Die Zertifizierung als Prüfstelle für die „Durchführung von Interoperabilitätsprüfungen für Funkgeräte im Digitalfunk BOS" und „Durchführung von Interoperabilitätsprüfungen für Leitstellen im Digitalfunk BOS“ ist nicht von vornherein auf ein Unternehmen oder auf eine bestimmte Anzahl von Unternehmen beschränkt.

Für weitere Informationen und ein erstes Informationsgespräch wenden Sie sich bitte direkt an das BSI:

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Referat 324
Postfach 20 03 63
53133 Bonn

Unter www.bsi.bund.de sind weitere Informationen zu den Voraussetzungen und dem Verfahren erhältlich.

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