GSB 7.0 Standardlösung

Nutzereigenes Management (NEM)

Die Steuerung der Kommunikationsrechte aller Funkteilnehmer im BOS-Digitalfunknetz erfolgt durch ein spezielles Werkzeug, das Nutzereigene Management (NEM). Im NEM werden sämtliche Funkteilnehmer, Endgeräte, Rufgruppen und Leitstellen verwaltet. Dies ermöglicht eine lageangepasste und teilnehmerindividuelle Administration im Digitalfunk BOS.

Das NEM steht den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in unterschiedlichen Ausprägungen zur Verfügung. Die BOS können ihre Einsatzkräfte und Rufgruppe gemäß den jeweiligen Bedarfen und entsprechend der jeweiligen Rechte eigenverantwortlich verwalten. Durch das NEM-Werkzeug ist es möglich, auch große Datenmengen einfach und effizient einzubringen und zu verwalten. Dies ist beispielsweise bei der Beschaffung einer hohen Stückzahl von Endgeräten oder bei der Veränderung von Berechtigungen für viele Funkteilnehmer/-innen notwendig.

Das NEM-Werkzeug wurde in einer Basisversion in Betrieb genommen und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Hierbei werden sowohl die Weiterentwicklung des Digitalfunks BOS als auch die Erfahrungen der Nutzer/innen berücksichtigt. Die Systemanwendung NEM wurde bereits in der Konzeption so ausgelegt, dass entsprechende Erweiterungen, wie die Einführung neuer Dienste, unterstützt werden.

Nutzerverwaltung über die NEM-API-Schnittstelle

Die NEM-API (Application-Programming-Interface) ist eine Schnittstelle zum NEM. Mit der NEM-API können länderspezifische Anwendungen, wie z.B. Leitstellenapplikationen, auf bestimmte Funktionen des NEM zugreifen. Die Leitstellen können dadurch einsatztaktische Konfigurationen und Optimierungen vornehmen. So können die Disponenten/Disponentinnen beispielsweise einzelne Endgeräte über das NEM-API sperren, wenn es zum Verlust oder Diebstahl kam. Zudem besteht die Möglichkeit, Rufgruppengebiete ad hoc zu erweitern.

Das NEM-API steht seit Januar 2017 bundesweit zur Nutzung im BOS-Digitalfunknetz zur Verfügung.