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Digitalfunk BOS: Startschuss für den Probebetrieb in Mecklenburg-Vorpommern

Der Aufbau des Digitalfunks für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) ist eines der wichtigsten und komplexesten Infrastrukturprojekte des Bundes und der Länder. Am 29. November 2011 ist ein weiterer bedeutsamer Meilenstein zur Errichtung des Digitalfunks für die BOS erreicht worden. Gemeinsam mit dem Minister des Innern und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier, führte der Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, Klaus-Dieter Fritsche, am 29. November 2011 feierlich den ersten landesweiten erweiterten Probebetrieb im digitalen Funknetz für Mecklenburg-Vorpommern ein.

Fritsche zeigte sich über die deutlichen Fortschritte beim Aufbau des Digitalfunks erfreut und würdigte die Anstrengungen aller Beteiligten zur Erreichung dieses Zieles. Er machte deutlich, dass der Digitalfunk nunmehr von Boizenburg an der Elbe bis an die Grenze nach Swinemünde am Stettiner Haff den Einsatzkräften des Bundes und der Länder zur Verfügung stehe.

Weiterführende Informationen zum erweiterten Probebetrieb:
Der sogenannte erweiterte Probebetrieb ist eine Testphase. Nutzerinnen und Nutzer erproben darin den Betrieb in der Praxis und sammeln Erfahrungen mit dem operativ-taktischen Einsatz des Digitalfunks BOS.

Im Probebetrieb wirken die verschiedenen Komponenten des Netzes, wie Systemtechnik, Übertragungsstrecken oder Endgeräte, erstmals in der Praxis zusammen. Trotz intensiver vorheriger technischer Tests zeigen sich bestimmte Effekte erst im Zusammenspiel dieser Komponenten unter Bedingungen des Einsatzes. Bei Großprojekten wie der Einführung des Digitalfunks BOS ist es nicht überraschend, dass in der Erprobungsphase auch unerwünschte Effekte auftreten können. Der Probebetrieb verhilft dazu, solche Erfahrungen zu sammeln und daraus zu lernen. Unerwünschte Effekte werden analysiert und Maßnahmen zu deren Behebung eingeleitet.

Innerhalb des Gesamtprojekts ist der Aufbau des BOS-Digitalfunknetzes gut vorangeschritten: Von den geplanten 4.300 - 4.500 Basisstationen waren zum 31. Oktober 2011 insgesamt 2.443 aufgebaute Basisstationen mit Systemtechnik ausgestattet (installiert) und 1.402 Basisstationen in das BOS-Digitalfunknetz integriert. In das Kernnetz sind neben den beiden Netzverwaltungszentren in Berlin und Hannover bereits 43 Vermittlungsstellen eingebunden. Insgesamt wird das Kernnetz voraussichtlich Mitte 2012 vollständig verfügbar sein.

Flächendeckend wird die für den Digitalfunk BOS erforderliche Infrastruktur im Wesentlichen voraussichtlich bis Ende 2012 aufgebaut und mit Technik versehen – „installiert“ – sein. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass die einzelnen Infrastrukturkomponenten, wie Funkbasisstationen und Vermittlungsstellen, nach der Installation noch getestet, justiert und deutschlandweit zusammengeschaltet – „integriert“ – werden müssen. Die Integration der regionalen Teilnetze erfolgt sukzessive nach der jeweiligen Installationsphase und wird im Wesentlichen 2014 abgeschlossen sein.

Neben Mecklenburg-Vorpommern ist der Digitalfunk BOS mittlerweile zum Beispiel in Berlin, Hamburg, Bremen, München sowie in den Regionen Lüneburg, Trier, Oldenburg (in Niedersachsen), Leipzig, Schleswig-Holstein West und dem östlichen Landesteil Baden-Württembergs funktionsfähig und verfügbar. Die Zahl der Teilnehmer am Netzbetrieb des Digitalfunks BOS steigt kontinuierlich. Ende Oktober 2011 waren über 100.000 Teilnehmer im Netz registriert.


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© Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS)